Kultur-Casino statt Leerstand auf dem Nibelungenareal

Skript für Redebeitrag bei der OB Kandidatenrunde am 9.11.19 im Sportclub

Der Verkauf der Gebäudekomplexe Casino und Kantine in der Nibelungenkaserne an einen privaten Investor ist eine Schande für Stadtregierung und Verwaltung! Diese Vorgänge, bei denen nicht einmal der Bürgerverein Süd Ost noch durchblicken kann, sollten durch eine Untersuchungskommission beleuchtet werden. Die Gebäudekomplexe sollten, wenn irgendwie möglich, wieder von der Stadt erworben werden, denn sie eignen sich z.B. bestens für ein öffentlich zugängliches und durch Vereine selbstverwaltetes und bestenfalls auch in Eigenregie* saniertes soziokulturelles Quartierszentrum in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem von Tretzel neu bebauten Nibelungenareal. * in Eigenregie, z.B. mit entsprechenden Förderungen durch eine Genossenschaft, siehe z.B. https://www.fux-eg.org/fux-eg/die-geschichte-der-victoria-kaserne/

Was für eine Chance wurde hier vertan!

–> Unmittelbar hinter dem Casino befindet sich die neue FOS/BOS,

–> unmittelbar hinter dem Kantinengebäude baut die Stadt Regensburg ein „Informations- und Erlebniszentrum für die Energieagentur, mit Schülerforschungszentrum und Kindertageststätte“.

Noch mehr, hier hat sich Bürgerengagement bereits hervorragend bewährt:

–> Unmittelbar unterhalb dieser Gebäudekomplexe führt der neue Vorzeige-Radweg durchs Grüne von der Tech Base zum Integrationsgarten von Campus Asyl,

–> weiter an der nun selbst geformten, auf interessante Weise verschärften BMX-Bahn,

–> dem Bauspielplatzprojekt, dem Skatepark und dem JUZ vorbei.

Ober und unterhalb befinden sich zudem Sportplätze. Die Reste der Nibelungenkaserne sind oder wären ein ideal eingebetter Ort für ein selbstverwaltetes Kulturzentrum, verwaltet, z.B. durch einen Hausverein! Hier könnte eine große Spielstätte des Projektes „Haus für Engagement“ (Bündnis um das Evangelische Krankenhaus und weitere mögl. Orte!) entstehen: Hilfsangebote, Vereine, Kantine, soziale Projekte, Werkstätten, Kunst und Kultur, Proberäume und Bühnen.

Im Ribisl-Malkampfbüro hat eine anonyme Künstlerin zu diesem Thema ein erstes Plakat gemalt, das nun vor dem Casino hängt. Wir werden noch weitere Plakate zum Thema anfertigen.

HIER EIN LINK ZUM PLAKAT UND ZU FOTOS VON DEN GEBÄUDEN:

oder auch http://europabrunnendeckel.de/?p=7817#Nibelungenareal

Dabei fehlte es ja nicht an guten, gut durchdachten Vorschlägen. Seit 2014 hängt an der Kantine ein Banner, das an das damalige groß aufgezogene „Baufest“ erinnert, bei dem unterschiedlichste, hoch qualifizierte Akteure eingebunden waren (siehe Link!). Aber: Entsprechende Strukturen für gemeinsames, sich verstetigendes Handeln sind danach offenbar nicht entwickelt worden. Zum Zeitpunkt des Baufestes befanden sich das Casino- und das Kantinengebäude in noch in städtischem Besitz….

Wenn Kultur nur diese Rolle zugedacht ist schön zu denken, jedoch keine Konsequenzen zu ziehen, dann ist der Weg auch nicht mehr weit zur teuer bezahlten Beteiligungsfolklore rund um ein RKK (und in anderer Form auch um das begrüßenswerte Projekt “Soziale Stadt”, vgl. Artikel zum Plakat “Hieronymus Bosch”).

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Kultur-Casino & Kaserne von Stadt an IZ verkauft, seitdem Leerstand statt Kultur.

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Kultur-Casino & Kaserne von Stadt an IZ verkauft, seitdem Leerstand statt Kultur. 49.000580, 12.106488

August 2020 Stellungnahme des Bürgerverein Süd-Ost / BÜSO:

https://ribisl.org/wp-content/uploads/2020/08/Nibelungenkaserne-Wirtschaftsgebäude-Brief-OB-Fraktionen-Stadträte-2-8-2020.pdf

“… Zu unserer Verwunderung müssen wir nun feststellen, dass in diesem Gesamtkonzeptoffen-barkeinerlei soziale Infrastrukturvorgesehen ist und auch seitens der Stadt keine Räumlich-keiten angemietet oder gar dauerhaft gesichert werden. Dies steht unserer Ansicht nach im krassen Gegensatzzu den immer wieder gemach–ten Versprechungen vieler Stellenund vor allem dem Stadtratsbeschluss vom 14.12.2016, der im Quartierszentrum „Einrichtungen für kirchliche, kulturelle, soziale und sportliche Zwecke“vorsieht. Wofür eine umfangreiche Bürgerbeteiligung im Vorfeld, wenn im Ergebnis die zentralen Be-dürfnisse nicht berücksichtigt werden?Es reicht unserer Meinung nach nicht aus, einen Nahversorger und eine Gastronomie anzu-siedeln. Es geht jetzt um Teilhabe für die vielen Bewohner der Sozialwohnungen,wie auch für die vie-len Menschen mit Handicaps im Quartier. …”