Projektidee: Gemeinschaftshaus Ostpark mit angegliederter öffentlicher Toilette

Idee für ein soziokulturelles Plan-& Bau-Projekt, das sich an den Bedürfnissen des Gartenamts und der zukünftigen Nutzer*innen orientiert, alle Anforderungen an ein von der Stadt zu übernehmendes öffentlich genutztes Gebäude berücksichtigt und diese als interessante Aufgabe und Herausforderung begreift.

Herangehensweise: Die Stadtverwaltung befragte mehrfach die Bürger*innen zu gewünschten Verbesserungen im Ostpark. Das Gartenamt entwickelte eine Idee für das Raumprogramm eines “Gemeinschaftshauses Ostpark mit angegliederter öffentlicher Toilette”, die in der Sitzung des Umweltausschusses am 29. April 2021 mündlich erläutert wurde, aber auf unabsehbare Zeit aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht umgesetzt werden kann. Wir befragen nun die Stadtverwaltung nach ihren gewünschten Vorstellungen um in Eigeninitiative und koproduktiv selbst eine sehr kostengünstige und qualitativ hochwertige Planung und förderfähige ehrenamtliche Realisierung auf den Weg zu bringen. Am Ende des beispielhaften Prozesses steht ein funktionierender sozialer Organismus, der dem Ort und der Realisierbarkeit zukünftiger Projekte gut tut.

Brief an den Quartiersbeirat über das Quartiersmanagement soziale Stadt: https://ribisl.org/wp-content/uploads/2021/05/Brief_an_Quartiersbeirat_Ostpark_Gemeinschaftshaus_27_05_2021.pdf

Brief an Bürgermeister Artinger: https://ribisl.org/wp-content/uploads/2021/05/Brief_an_Bgm_Artinger_Ostpark_Gemeinschaftshaus_27_05_2021.pdf

Brief an das Projektmanagement Soziale Stadt: https://ribisl.org/wp-content/uploads/2021/06/Gemeinschaftshaus_im_Ostpark_Projektmanagement_Soziale_Stadt_3_6_2021_netterMensch.pdf

Fahrplan:

Ein möglicher Fahrplan für das Projekt ist auf Seite 2 im Brief an den Quartiersbeirat formuliert.

Das sollte noch im Juni passieren:

Um der Stadtverwaltung einen guten Vorschlag machen zu können, wünschen wir uns einen Ortstermin mit den an der Planung und Vermittlung beteiligten Akteuren und mit entsprechenden Vertreter*innen der Stadtverwaltung. Um im August eine fundierte Planung für ein partizipatives Bauprojekt erarbeiten zu können, wollen wir in einem weiteren Besprechungstermin genauer erfahren und protokollieren, welches Raumprogramm und welche Anforderungen die Stadtverwaltung an ein gemeinsam genutztes Gebäude stellt. Wir hoffen, dass sich die Stadtverwaltung hier nicht verweigert, sondern freut.

Mai 2021: Erste Visualisierung der Architekturstudent*innen für den Infostand bei den Theatervorführungen im Ostpark, bei dem das bestehende Gebäude von außen angestrahlt wird:

Hintergrund:

Im Zuge der Erstellung des ISEK 2017 (Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept für das Untersuchungsgebier Innerer Südosten) und des daraus folgenden eingeschränkten städtebaulichen Sanierungsgebiets „Sozialer Zusammenhalt“, dem Förderprogramm in dem entsprechende städtische Maßnahmen zu 60% förderfähig sind, wurden die Bewohner*innen des Kasernenviertels in den vergangenen Jahren mehrmals befragt, wie ihr Stadtviertel und speziell der Ostpark aufgewertet werden könnte.

Eine öffentliche Toilette und eine Infrastruktur für Kultur im Ostpark waren dabei immer zentrale Punkte.

Das Gartenamt formulierte im Mai folgendes Raumprogramm für einen Neubau der Gartenamtsunterkunft: Geräteraum für das Gartenamt, Küche für Feste, Stauraum für Sitzgelegenheiten, Bühne und Werkzeug, angegliederte öffentliche Toilette. (vgl. Brief an den Quartiersbeirat und VO/21/17765/67).

Diese förderfähige Sanierungs-Maßnahme scheitert allerdings allerdings an den Kosten und der finanziellen Situation der Stadt: Bis auf Weiteres ist hierfür kein Geld im Investitionsplan vorgesehen.

Die Realisierung unserer Projektidee wird für sehr viel weniger Geld umsetzbar sein als über die übliche Herangehensweise. Wir erwarten hier zudem eine höhere Bauqualität und positive und vor allem nachhaltigere Effekte auf den Park im Sinne des Förderprogramms “Sozialer Zusammenhalt”.

Flyer:

Sie wollen sich einbringen? Hoffentlich wird dies bald möglich, wenn ein gangbarer Weg für erste Schritte geebnet wird…

Sie wollen über weitere Fortschritte informiert werden und bezüglich des geplanten fachlichen und kulturellen Begleitprogramms auf dem Laufenden gehalten werden?

Schreiben Sie eine Email an jakob@ribisl.org mit dem Betreff: Ostpark

Juni-juli: 20 x ausbaufähiger Infostand begleitend zu den Vorstellungen des Stadt-Theaters für das Theaterpublikum und die Parkbesucher*innen. Wir wollen schließlich im August damit beginnen zu planen….

Referenzprojekte an anderen Orten: (Suche nach “Gemeinschaftshäuser selber bauen”) Beispiele dafür, dass es durchaus sinnvoll, möglich und realisierbar ist den Planungsprozess selbst zu initieren und gemeinschaftlich und ehrenamtlich umzusetzen.

https://orangefarm-ev.de/MANNHEIM-GEMEINSCHAFTSHAUS

https://www.infranken.de/lk/gem/kottendorfer-bekommen-gemeinschaftshaus-art-3153065

https://www.schreiter-architekten.de/projekt/gemeinschaftshaus-f%C3%BCr-die-stadt-l%C3%BCnen

https://www.donaukurier.de/lokales/hilpoltstein/Waizenhofener-bauen-Gemeinschaftshaus-selbst;art596,1899649

So kam es zu der Idee…

Leuchtende Latrinen: Ein weiterer interessanter Ort im Ostpark, den wir im Rahmen der Theatervorführungen im Juni / Juli 2021 beleuchten werden (Neonröhren, Overheadprojektoren, variable Maße). Das alte Latrinenhaus wird momentan als Garage und Aktenlager des Zentrums für Familie & Soziales der Regierung der Oberpfalz genutzt. (Die Regierung verwaltet 11 km Akten.) Falls sich in (fernerer) Zukunft die Möglichkeit ergibt, dass die Akten an anderer Stelle gelagert werden können oder Papierakten aufgrund der Digitalisierung überflüssig werden, könnte dieses Gebäude öffentlich(er) genutzt werden. Vielen Dank, liebe Regierung, für das Vertrauen und den Strom!

Eine weitere Projektidee im Kasernenviertel für die PLK Zwischennutzung (http://www.bauwaerts.de/prinzleokultur/)